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KLAUS EBERHARTINGER
Klaus Eberhartinger ‐ oder nichts ist schwieriger als vorbereitete Spontanität

Im Januar 1993 schrieb DER SPIEGEL über ‚das Ende der Sprechpuppen‘. In dem Artikel ging es um ein lebendes Stück Fernsehgeschichte, welches ins Ausgedinge geschickt wurde: Die TV‐AnsagerInnen, sie waren nicht mehr. Vorbei war es mit den runtergelesenen Texten, die uns jahrzehntelang in den Fernsehabend entließen. Erfindungen wie der ‚Teleprompter‘ wanderten in die Requisiten‐Kammer. Vor der Kamera war ab nun jener Typus angesagt, der es schaffte, durch eine Sendung zu führen, zu begleiten, den Fluss zu erhalten, sich dem Sendungskonzept anzupassen aber – und das ist die eigentliche Kunst dabei ‐ sich als Mensch das Alleinstellungsmerkmal zu erhalten. Haarig wird es speziell dann, wenn sie oder er sich in anderen Bereichen bereits hohe Popularität erarbeitet haben. Man ist eben wer man ist und in den Augen des Publikums meist in Erinnerung als das, was man war oder ist: Sänger, Schauspieler, Sportler… Klar, es nicht leicht, das Metier zu wechseln aber die Chance lebt durch die Authentizität.

Klaus Eberhartinger ist im deutschen Sprachraum bekannt geworden, weil er es als Frontmann der Ersten Allgemeinen Verunsicherung (EAV) seit mehr als 30 Jahren schafft, aus Wortwitz, Satire und aus eigener Meinung bestehendes, politisch unkorrektes und höchst unterhaltsames Pop‐Theater zu machen. Über die, von Eberhartinger vorgetragenen Texte der EAV begannen sich ganze Generationen überhaupt erst mit textlichen Inhalten zu beschäftigen.

Sich den Live‐Bühnenmensch Klaus Eberhartinger, EAV‐gebrandet und mit charakteristischer Stimme ausgestattet als Moderator vorzustellen, der sich ins Programmgefüge einbettet, ohne dabei Selbstverleugnung zu begehen, war nicht leicht vorstellbar. Seit 2007 aber weiß man, wie gut das klappt.

Klaus Eberhartinger, der Moderator, ist in erster Linie Klaus Eberhartinger selbst. Verwechslungsgefahr ausgeschlossen. Seine Gesprächsführung unkonventionell, aber stets ist er dabei er selbst. Das Alleinstellungsmerkmal steht über der zugeordneten Rolle in der Show. Das ist gut, denn man fühlt sich als Zuseher bei Klaus Eberhartinger immer auch gleich wie zu Hause. Man fremdelt nicht, kennt den Mann, mag wie er ist, was er tut und das öffnet Ohr und Herz des Zusehers. Es ist ebenso die Stimme und die Art, wie er mit Menschen umgeht. Auch hat man bei ihm stets die Antennen draußen, denn es besteht ja die Möglichkeit, einen Satz zu versäumen. Die spontane
‚Wuchtel‘, wie es in Österreich so schön heißt. Spontanität sagt man gerade ihm dabei nach und die Art, wie seine ‚Sager‘ kommen, erinnert an Schüsse aus der Hüft ebenso wie an gut gezielte Querschüsse, aber ganz so ist das nicht. Spontanität ersetzt nicht die präzise Vorbereitung oder anders gesagt: ‚Nichts ist schwieriger als vorbereitete Spontanität‘, wie Klaus Eberhartinger offen zugibt. Er wirkt spontan, er ist zum Teil auch spontan aber er ist nicht die ungesicherte Moderatoren‐ Handgranate, die unkontrolliert losgehen könnte und wo keiner weiß, bei wem die Splitter einschlagen.

Ebenso wäre es auch verfehlt, Klaus Eberhartinger als ‚Wuchteldrucker der Nation‘ zu sehen. ‚Natürlich ist Humor wichtig, denn er ist eine Einstiegshilfe ins Thema, aber ich werde als Moderator und nicht als Comedian engagiert‘, sagt er und unterm Strich steht die Erkenntnis, dass sich dadurch immer die Rolle dem Mann anpasst und nicht umgekehrt. Wahrscheinlich ist gerade das auch das eigentliche Geheimnis der Beliebtheit beim Publikum.

Es ist mit der Moderationstätigkeit des Herrn Eberhartinger ein wenig so, wie es seinerzeit das ‚Rat Pack‘ vorgezeigt hat. Die drei Herren, wie wunderbar spontan haben sie gewirkt, Unterhaltung auf höchstem Niveau, nie haben sie sich selbst dabei verlassen, aber diese drei Könner haben nichts dem Zufall überlassen. Hohe Schule der Unterhaltung.

Klaus Eberhartinger’s Zugang zum Humor ist bekannt. Gerne lacht er auch über sich selbst und am besten ist er, wenn die Interaktion zwischen dem Geschehen auf der Bühne und ihm selbst so richtig ins Laufen kommt, Eigendynamik kriegt. Wenn intuitives Reagieren auf Situationen wieder ebensolche Reaktionen hervorruft und das für Überraschungen sorgt.

In der Laufbahn des Klaus Eberhartinger tauchen seit 2007 immer öfter gemachte Erfahrungen als TV‐Moderator auf. Quiz Champion (ATV), Dancing Stars (ORF, seit 2008), The Great Hadern Show (ORF), Einer gegen Hundert (ORF), Opernball (ORF) und es werden mit Sicherheit auch noch einige mehr werden. Der Grund liegt auf der Hand: Sprechpuppen haben ausgedient. Moderator kommt schließlich vom Lateinischen „steuern, lenken“ und da bestätigt der Frontmann der EAV regelmäßig sein großes Talent, die Show nicht gegen die Wand zu fahren.

‐az‐

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